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Strukturprüfungen bescheinigen Krankenhäusern die Voraussetzungen, um konkrete Kodes (Operationen- und Prozedurenschlüssel – OPS) für besonders schwierige und komplexe Behandlungen mit den Krankenkassen vereinbaren und abrechnen zu können.

Im Mittelpunkt stehen hochspezialisierte Bereiche, die in der Regel besonders gefährdete Patienten versorgen – z. B. die Intensivmedizin, die Versorgungsstrukturen für Schlaganfallpatienten oder geriatrische und pädiatrische Strukturen.

Besonders wichtig ist, dass Krankenhäuser die erforderlichen organisatorischen, personellen oder fachlichen Vorgaben (Strukturmerkmale) aufweisen. Welche das sind, legt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) jährlich im Operationenund Prozedurenschlüssel (OPS) fest.

Je nach OPS-Kode gilt die Bescheinigung durch den Medizinischen Dienst für ein oder zwei Jahre.

Da Bescheinigungen überwiegend für zwei Jahre gelten und erstmals 2021 ausgestellt wurden, erfolgte im Jahr 2025 wieder eine höhere Anzahl an Prüfungen.

Komplexleistungen in der Somatik

Komplexleistungen Somatik

Von den 332 Prüfungen in der Somatik waren:

 

Komplexleistungen Somatik Ergebnisse

● 20,5 % Intensivmedizin

● 27,7 % Infektionen mit isolations-pflichtigen Erregern/Hygiene

● 10,2 % Neurologie

● 9,6 % Geriatrie

● 13,0 % Pädiatrie

● 4,5 % Schmerzbehandlungen

● 9,3 % Palliativmedizin

● 3,9 % Sonstige

● 1,2 % Weaning

 

Erkenntnisse aus den Strukturprüfungen

Alle Voraussetzungen zum Erbringen und Abrechnen der beantragten Operationen- und Prozedurenschlüssel für besonders schwierige und komplexe Behandlungen waren in den im Jahr 2025 geprüften Krankenhäusern Sachsen-Anhalts erfüllt.

Fazit aus den Strukturprüfungen

Das im Jahr 2025 erneut überaus positive Ergebnis der Strukturprüfungen zeigt, dass sich die Kliniken entsprechend der Anforderungen an die beantragten Leistungen sehr gut aufgestellt haben.

Die jährlichen Strukturprüfungen bleiben als quasi Basis-TÜV wichtig, um Defizite frühzeitig zu erkennen. Kliniken erhalten so die Möglichkeit, gezielt Maßnahmen (z. B. Kooperationsvereinbarungen oder angepasste Dienstbesetzungen) zu ergreifen, um mit den notwendigen Behandlungsstrukturen/-prozessen weiterhin auf hohem Niveau versorgen zu können.

Bei allen Fragen rund um die Strukturprüfungen (z. B. zur Beauftragung) unterstützt der Medizinische Dienst Sachsen-Anhalt die Krankenhäuser im Land zielführend.

Strukturprüfungen Sachsen-Anhalt 2025

Versorgungslandschaft 2026*

* auf Grundlage der Strukturprüfungen 2025

Versorgungslandschaft 2026*

Schlaganfallversorgung

Palliative Versorgung

Geriatrische Versorgung

Intensivmedizinische Versorgung